Dem Kärntner und großem Schriftsteller Florjan Lipuš wurde in Wien der Große Österreichische Staatspreis verliehen. Das Slowenische Institut gratuliert herzlichst!

Strahlender Sonnenschein und interessante Sehenswürdigkeiten begeisterten die TeilnehmerInnen an der Schlösserfahrt in die Tschechische Republik.

Das Slowenische Institut in Wien im Parlament

Das Herbstprogramm des Slowenischen Institutes in Wien wurde mit einem Abend unter dem Titel „Wer war Rudolf Perco? – Vom Roten Wien bis zur NS-Melagomanie“ eröffnet, an dem der Mensch und das Wirken des österreichischen Architekten mit slowenisch-italienischen Wurzeln diskutiert wurde. Bereits einige Tage darauf, am 19.9. erfolgte im Parlament der wissenschaftlich-prominente Auftakt mit einer Buchpräsentation des anerkannten Experten und Kärntners, Univ. Prof. Walter Lukan über „Die Habsburger-Monarchie und die Slowenen im 1. Weltkrieg“, die u.a. auch vom Zeithistoriker Arnold Suppan und dem Professor für Sozialgeschichte, Ernst Bruckmüller gestaltet wurde.

Unter dem Motto „Koordinate Triest – Wien“ wurde in einer Veranstaltungsreihe auf historische, politische aber auch künstlerische Entwicklungen und Auswirkungen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Bezug genommen. Neben dem erwähnten Rudolf Perco steht an besonderer Stelle der Architekt der Wiener Urania, Max Fabiani, dem unter dem Titel „Max Fabiani und das Fin de Siècle“ eine Abendveranstaltung und die Enthüllung einer Gedenktafel gewidmet wurde. Die Wiener Klassik, Schönberg und Triest bilden ebenso einen Themenakzent wie die Präsentationen über den Karst und das Görzer Umland. Kärnten wird u.a. mit dem großen Kärntner Schriftsteller Florian Lipuš und einem Schwerpunkt zum Gailtal vertreten sein. Äußerst spannende Beiträge gestalteten die Kärntner Experten Manfried Rauchensteiner und Feliks J. Bister über die 12. Isonzoschlacht bzw. zum 100. Jahrestag der Maideklaration 1917.

Gedenktafel für Primus Trubar.

Der slowenische protestantische Verein Primus Trubar (Slovensko protestantsko drušvo Primož Trubar) hat sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der slowenische Reformation des 16. Jahrhunderts zu wahren und zu aktualisieren. Aus diesem Grund schlossen wir uns gerne der Initiative an, dass man gerade im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500-jährigne Reformationsjubiläum hier in Schwäbsich Hall eine Gedenktafel errichtet; nach den neuesten historischen Forschungen wurden an diesem Ort im Jahr 1550 die ersten zwei slowenischen Bücher gedruckt. Wir möchten hiermit die Dankbarkeit denjenigen gegenüber zum Ausdruck bringen, die sich in diesem Zusammenhang als verdienstvoll erwiesen haben: der slowenische Reformator Primus Truber, die Autoren, an die er sich anlehnte – nicht zuletzt Johannes Brenz – aber auch die Drucker, welche in unsicheren Zeiten es wagten, die lutherischen Bücher zu drucken.
Das Slowenische Institut in Wien unterstützt
proeuropäische Kandidatinnen und Kandidaten

Der Wiener Bürgermeister Ludwig empfängt den Bgm. von Bad Eisenkappel Franc.J. Smrtnik

Aus Anlass der 750. Jahresfeier der Markterhebung von Bad Eisenkappel und im Rahmen der Reihe Hotspot „Jauntal-Eisenkappel“ des Slowenischen Institutes war der Bürgermeister von Bad Eisenkappel Gast einer Abendveranstaltung. Bei dieser Gelegenheit lud Wiens Bürgermeister Ludwig seinen Amtskollegen zu einem kollegialen Treffen ins Wiener Rathaus ein:
(Foto):Bgm. Ludwig, Bgm. Smrtnik, seine Gattin Regina in Begleitung von Vertretern des Institutes L. Karničar und H. Seher.

Slowenisch als Muttersprache auch in Wien

Für Angehörige österreichischer Volksgruppen – neben Slowenen leben hier Kroaten, Slowaken, Tschechen, Ungarn und Roma – ist die Überlebensfrage eng mit deren Muttersprache verbunden. Es ist daher verständlich, dass die Verankerung der Muttersprache im Unterricht besonders wichtig ist. Auch das Slowenische Institut unterstützt alle Bemühungen, das Prinzip „Muttersprache vom Kindergarten bis zur Matura“ umzusetzen. Dazu fand im September ein Runder Tisch statt, an dem Experten von wichtigen Einrichtungen über die Lage, Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Slowenisch als Muttersprache teilnahmen. Fazit: Auch Slowenisch ist im Bildungssystem stärker zu verankern.

2018 ist auch für die österreichischen SlowenInnen ein wichtiges Gedenkjahr.

Daher nimmt sich das Slowenische Institut in Wien in seinem laufenden Programm der Jahrestage 1918 und 1938 in besonderer Weise an. Beide Daten brachten für die slowenische Bevölkerung in und außerhalb der heutigen Republik Slowenien nachhaltige Veränderungen, auf die unter dem Motto „Historische Zäsuren“ programmatisch Bezug genommen wird. Mit dem Zerfall der Monarchie, die Errichtung der Republik Österreich bzw. des „Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen“ und dem kaum zwei Jahrzehnte später erfolgten „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland kam es für die Kärntner SlowenInnen zu existentiell bedeutenden Einschnitten: Wurden einerseits Angehörige der Volksgruppe zur Dienstleistung in der Wehrmacht verpflichtet, so folgten andererseits Aussiedlung und der von den PartisanenInnen organisierte Widerstandskampf gegen das NS-Regime. Die Veranstaltung am 12.3.2018 „Der Anschluss in Wien und Kärnten“ im DÖW - genau 80 Jahre später -ist der Auftakt zu einer interdisziplinären und umfangreichen Veranstaltungsreihe.

Erfolgreiches Symposion in der Urania

Das vom Architekten Maks Fabiani geplante und Anfang des 20. Jhdts erbaute Volksbildungszentrum Urania stand innerhalb eines Jahres bereits zum zweiten Mal im Zeichen der Präsenz slowenischer Persönlichkeiten in Wien. Zahlreiche Prominenenz aus Politik und Diplomatie (u.a. Stadtrat Dr. Michael Ludwig und die vor Kurzem in Wien ihr Amt angetretene Botschafterin Mag.a Ksenija Škrilek) sowie eine große Zahl an Besuchern nahmen an dieser denkwürdigen Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen die Enthüllung der auf Initiative des Slowenischen Institutes in Wien geschaffenen Gedenktafel für Max Fabiani sowie zahlreiche Vorträge und Diskussionen zur Geschichte und Hintergrund des Schaffens von Fabiani. Namhafte Experten und Kunstkenner wie Boris Podrecca, Damajn Prelovšek, Erwin Köstler und Tanja Prušnik sorgten für einen inhaltlich hervorragenden Leckerbissen über die Epoche des Fin de siécle in Mitteleuropa.

Ivan Cankar im neuen Haus der Barmherzigkeit

Am 27. März lud das Slowenische Institut in Wien gemeinsam mit der Botschaft der R Slowenien in Österreich ins Haus der Bamrherzigkeit im 16. Wiener Gemeindebezirk zu einem literarischen Erinnerungsabend, an dem der Übersetzer Erwin Köstler und die Regisseurin Nika Sommeregger mehrere Abschnitte aus dem berühmten Roman „Das Haus der Barmherzigkeit“ in der Übersetzung von E. Köstler. Der Vorsitzende des Institutes, Herbert Seher, konnte neben den zahlreich erschienen Besuchern besonders den Botschafter A. Rahten, die NRAbg. Nurten Yilmaz und den Direktor des Hauses C. Gisinger.